HISTORISCHE ROMANE

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Neuste Rezensionen


Am 10. Jul schrieb MissMenken über
Das Parfum von Patrick Süskind:

Eines der Bücher, zu denen ich im Abstand von 3, 4 Jahren immer wieder greife.

Die wunderbare Bildersprache, die Einblicke in die Innenwelten des Mörders und die historisch stimmige Atmosphäre – alles das fesselt(e) mich von der ersten bis zu letzen Seite. Vor allem der großartige Schluss – geradezu symphonisch.

Die geniale Verfilmung spiegelt all das wider: meistens lese ich das Buch noch einmal, wenn ich den Film gesehen habe.  Alle Rezensionen zu diesem Buch


Am 24. May schrieb Knistern über
Die Glasbläserin von Petra Durst-Benning:

Ich hatte einen historischen Roman erwartet. Es war aber nur eine historisierende Lovestory. Vorhersehbar, klischeehaft und ohne rasante Momente. Umblättern fiel manchmal schwer. Vor Jahren hat man das in Heft-Romanen gefunden.
Wems gefällt, ok. Mir war´s zu wenig.   Alle Rezensionen zu diesem Buch


Am 25. Mar schrieb Renie über
Im Bauch des Imperiums von Susanne Cho:

Susanne Cho: Im Bauch des Imperiums
Historischer Roman
ISBN 978-3-9521140-3-2 / 400 Seiten / 12 EUR
Dieses Buch gibt man nicht gerne aus der Hand, bevor man auf der letzten Seite angekommen ist. Allein schon das Glossar am Schluss und die Zeittafeln sind eine (Lese-) Reise wert in eine entschwundene Zeit nach Rom ins Jahr 67 nach Christus.
Die Geschichte, die uns in dem Roman erzählt wird, ist spannend wie ein Krimi, und die Autorin versteht es, den Spannungsbogen bis zum Schluss zu halten. Wir begleiten Ruma, einen reichen Gewürzhändler aus Petra, bei seinem Unterfangen, in geheimer Mission einen mörderischen Anschlag zu verhindern, der nichts Geringeres als die Vernichtung der gesamten Führungsspitze des römischen Imperiums im Visier hat, mit verheerenden Folgen: Eine fanatische Sekte will einen Gottesstaat errichten. Die Terroristen ziehen alle Register, Intrigen, Verleumdungen, ja sogar Morde sollen sie ihrem Ziel näher bringen. Die Geschichte nimmt jedoch eine unerwartete Wende...
Auf dieser Lesereise wird man auch entführt in die kulinarische Landschaft jener Zeit; der 'Geruch nach Hammelfleisch, Wurzelsellerie und Zwiebeln', von Gewürzen und allerlei anderen Köstlichkeiten ist immer gegenwärtig.
Neben der stupenden Sach- und Ortskenntnis der Autorin sind es auch die leisen Töne, die ich in diesem Buch geschätzt habe: Die Gespräche und Auseinandersetzungen Rumas mit seinen Kindern, seiner Frau und seinen Freunden überzeugen durch ihre Feinfühligkeit und erweisen sich letztlich auch als tragfähiges Element in der Dramatik des Geschehens.
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Am 19. Feb schrieb Eva Morgenstern über
Waisen des Lebens von Tina Reuter:

Endlich wieder ein Buch, das ohne Klischees auskommt. Die Sprache ist sehr schön, anspruchsvoll, poetisch.
Sicherlich ist dies kein Roman, der die Erwartungen des/der typischen Leser/s/in von historischen Romanen erfüllt. Es ist ein Roman, der versucht, die geistige Welt um 1800 zu beleuchten. Wie haben sich junge Frauen und Männer des Bürgertums und des Adels in der Umbruchszeit nach der französischen Revolution gefühlt, wie dachten sie über das Leben?
Tina Reuter hat dies so genau recherchiert, dass man den Eindruck hat, sie hätte damals schon mal gelebt.Die Personen werden einem sehr vertraut, die Atmosphäre ist sehr dicht. Man lebt und leidet mit den Protagonist/innen der Romantik.   Alle Rezensionen zu diesem Buch


Am 04. Oct schrieb Leser JR über
Der Ring des Falken von Frederik Berger:

Wundervoll erzählt und spannend bis zur letzten Seite. Unbedingt lesen!

Frederik Berger ist mit seinem neuesten Roman wieder ein fesselndes Meisterwerk gelungen, das seinen Lesern eine Fülle an Details über eine besonders interessante Epoche der Geschichte (ca. 1195 bis 1216) bietet. Wir verfolgen die ersten 25 Jahre der Lebensgeschichte von Bernardou, die mit dem Aufsammeln von Pferdeäpfeln auf der Burg von Les Baux in Südfrankreich beginnt. Der begabte, lernbegierige Junge will zunächst Falkner werden, doch das Geheimnis seiner Herkunft führt ihn nach dem gewaltsamen Tod seiner Mutter an viele Brennpunkte der damaligen großen Geschichte, bis sich in Nürnberg sein Schicksal in einem packenden Finale erfüllt. Mehr will ich von der spannenden Handlung nicht verraten.
Doch es geht Berger in seiner Geschichte nicht nur um die historischen Ereignisse und Fakten, die mit großer Präzision und viel Liebe zum Detail geschildert werden. Eigentlich geht es um Bernardous unverbrüchliche Liebe zu zwei sehr verschiedenen Frauen, die beide für ihn in den 20 Jahren der Handlung immer wieder unerreichbar sind, und um die Frage, ob man zwei Frauen gleichzeitig gleich stark lieben kann. Es geht um einen Jungen von niedrigem Stand, der sich in einer starr der Geburt verhafteten Gesellschaft immer wieder verändert und zu hohen Würden aufsteigt. Und es geht um das Geheimnis seiner Herkunft, das ich aber hier nicht lüften will.
Berger versteht es in seinen historischen Romanen (siehe auch „Die Schwestern der Venus“) wie kein Zweiter, diese Zutaten (und noch viel mehr) zu einem wundervollen Ganzen zu verweben. Ich habe mich keine Minute gelangweilt und das Buch in kürzester Zeit bis spät nachts zu Ende gelesen. Der Autor hat sogar den bemerkenswerten Mut, Tabus des historischen Romans (wie homosexuelles Verhalten einiger Figuren) an- und auszusprechen, ohne dass es peinlich wird. Großartig!
Ein Kritikpunkt: der Titel. Ich habe mich bei der Lektüre die ganze Zeit über gefragt, warum das Buch „Der Ring des Falken“ heißt, trägt Bernardou doch ein Amulett mit den Buchstaben FHR. Erst auf den allerletzten Seiten erscheint dann noch der titelgebende Ring. Vielleicht sollte der Verlag beim nächsten Roman Frederik Bergers mehr Sorgfalt auf die Titelauswahl verwenden.
Fazit: Ein Muss für alle Leserinnen und Leser anspruchsvoller historischer Romane, die mit der in den letzten Jahren überhandnehmenden Seichtheit vieler Geschichten dieses Genres nichts mehr anfangen können!  Alle Rezensionen zu diesem Buch


Am 20. Aug schrieb Astrid H. über
Die verborgene Stadt von Kara Dalkey:

Dies ist Teil 2 von 3 der grandiosen Serie die ich zusammenfassend in Teil1 'Die geheimnisse von Goa' Rezensiert habe.  Alle Rezensionen zu diesem Buch


Am 20. Aug schrieb Astrid H. über
Die Schleier der Göttin von Kara Dalkey:

Band 3 von 3 einer grandiosen Serie die ich zusammenfassend unter Teil 1 'Die Geheimnisse von Goa' Rezensiert habe.  Alle Rezensionen zu diesem Buch


Am 20. Aug schrieb Astrid H. über
Die Herren des Nordens von Bernard Cornwell:

Im dritten Teil der Serie muss jeder Leser einen Schrei der Empörung los lassen.
Uhtred den wir seit Kindesbeinen an verfolgt haben, der sich gegen die Invasoren behauptet hat und Könige gerettet, wird hintergangen.
Die Verzweiflung und das Leid sind spürbar und man wünscht sich eingreifen zu können.
Sehr gut geschrieben, atmosphärisch sehr dicht und fast immer spannend.
Ein gelungene Vortsetzung die Lust auf mehr macht.
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Am 20. Aug schrieb Astrid H. über
Der weiße Reiter von Bernard Cornwell:

Dies hier ist der zweite Teil der Serie um den jungen Krieger Uhtred und seinen Kampf für/gegen die Wikinger.
Meiner Meinung nach ist er etwas schwächer als der erste und die Geschichte weniger dicht.
Dennoch gut lesbar aber etwas zu vorhersehbar für meinen Geschmack.
Wir verfolgen die Entwicklung des Jungen zum Mann und man muss mehr als einmal Schmunzeln über sein Gedanken und Pläne.
Das Schicksal spielt ihm dennoch oft einen Streich, das macht ihn so sympathisch. Die Beschreibung der Zeit kommt nie zu kurz und die Atmosphäre bleibt gut und authentisch.  Alle Rezensionen zu diesem Buch


Am 20. Aug schrieb Astrid H. über
Das letzte Königreich von Bernard Cornwell:

Dies ist der Auftakt zu einer Serie von Bernhard Cornwell über den jungen Krieger Uhtred und seinen Kampf gegen die Wikinger.
Vorweg möchte ich nehmen das es eine ganz grandsiose Serie ist und ich im Moment den vierten Teil lese.
Im ersten Buch wird die Geschichte aufgebaut und Uhtred ist noch recht jung.
Man erhält einen guten Einblick in das Leben der Zeit und fiebert mit dem Jungen mit, der von den Wikingern entführt wird und sich vom Sklaven hoch arbeitet.
Faktenreich ist es ausserdem, gab es doch die Fürsten und Kriege tatsächlich.
An Ende des Buches gibt der Autor einen Überblick über Fakten und Fiktion: Klasse !  Alle Rezensionen zu diesem Buch


Am 20. Aug schrieb Astrid H. über
Schwarz und weiß: Diane de Portiers und Catharina di Medici. Rivalinnen am Hof Heinrichs II von Christine Michael of Kent:

Hier haben wir ein sehr faktenreiches Werk über die Geschichte von Diane de Poitiers und Catharina de Medici.
Die Charaktere werden sehr ausführlich beschrieben und die Zeit beleuchtet.
Kleine Anekdoten kommen ebenso wenig zu kurz, wie die Beschreibungen des Lebens zu der Zeit, was dem Buch in meiner Bewertung eine dichte Atmosphäre einbringt.
Wer ein mit Fakten gespicktes Buch sucht (das aber leider ob der Vielzahl manchmal etwas trocken daher kommt)hat hier genau das richtige gefunden, daher das hohe Niveau.
Die Autorin hält sich ausserdem mit persönlichen Einschätzungen zurück, was ich immer sehr gut finde.
Zu bemängeln habe ich lediglich die nicht ausreichenden Stammbäume und die manchmal erschlagende Dichte an Fakten.
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Am 20. Aug schrieb Astrid H. über
Gai-Jin von James Clavell:

Dieses Buch habe ich gekauft da es durchweg gut bewertet wurde und als DAS Werk zu Japanischer Geschichte gilt.
Die Fakten kommen sicher nicht zu kurz aber der Unterhaltungswert ist doch eher Mau.
Die Geschichte zieht sich sehr und der Autor versteht es nicht den Leser mit den spannenden Momenten richtig zu fesseln.
Atmosphärisch ist es ganz nett auch der Aktionfan kommt nicht zu kurz durch reichlich Kampfszenen.
Ich mußte mich dennoch oft zum weiterlesen zwingen, auf der Suche nach mehr Fakten über die Öffnung Asiens durch die Europäer.
Wer Interesse an Asiatischer Kultur und Geschichte hat, findet sicher besseres.  Alle Rezensionen zu diesem Buch


Am 07. Jan schrieb Eliza über
Die Zauberquelle von Judith Merkle Riley:

Auch den dritten und bisher letzten Teil habe ich mit Genuss gelesen. Gilberts Vater, wieder einmal in Geldnöten, will an das Erbe seiner Schwiegertochter und deren Töchter. Um Unheil von sich abzuwenden, begleitet die Familie den alten Haudegen auf dessen Burg.
Wie sich herausstellt, muss Margaret nicht nur um ihr Hab und Gut kämpfen, sondern auch um das Leben ihres Sohnes.  Alle Rezensionen zu diesem Buch


Am 07. Jan schrieb Eliza über
Die Vision von Judith Merkle Riley:

Schon kurz nach der Hochzeit kann Gilbert der Verlockung des kriegerischen Ruhms nicht widerstehen. So zieht er denn mit Bruder Hugo und Vater ins Feld. Und ausgerechnet er, der nun auch noch Chronist des Herzogs ist, wird gefangengenommen.
Die weitere Geschichte schildert, wie Margaret mit ihren Töchtern von der Burg flieht, ihre Freunde zusammentrommelt und sich auf den Weg macht, ihren geliebten Mann zu retten.
Sir Hugo, Gilberts Bruder, wird als ein dermaßen schräger Charakter gezeichnet, dass man oft nur noch schmunzeln kann.
Auch Margarets Humor lässt weiterhin nichts zu wünschen übrig, obwohl das Schicksal sie oft in fast aussichtslose Situationen versetzt.
Aber Margaret wäre nicht Margaret, wenn sie aufgeben würde. Da es noch einen dritten Teil gibt, kann ich verraten, dass sie es schaffen, ihren Mann Gilbert zu befreien, der auf dem gefahrvollen Rückweg nach England auch noch Vater wird.
Beendet wird diese Geschichte mit einen riesigen Familien-, Freundes- und Nachbarsfest.  Alle Rezensionen zu diesem Buch


Am 07. Jan schrieb Eliza über
Die Stimme von Judith Merkle Riley:

Mein erstes Buch dieser Art, und ich bin hin und weg. Frau Rileys Schreibstil ist so leicht und locker, dass man meint, man schwimmt durch die Geschichte.
Margaret von Ashbury, die mit dem Kaufmann Roger Kendall verheiratet ist, diktiert Bruder Gregory (der in Wahrheit Gilbert de Vilers heißt) in Rückblenden ihre Lebensgeschichte. Anfangs aus einer Notlage heraus (der Mensch muss ja essen) freut er sich dann doch zusehends über jeden neuen Besuch im Hause der Kendalls.
Ich finde, Margaret ist ihrer Zeit weit voraus. Sie lässt ein Buch schreiben, bittet darum, dass Bruder Gregory ihr das Lesen beibringt, hat einen erfrischenden Humor, lässt sich als Wehmutter ein Gerät herstellen, mit dem sie Kindern auf die Welt hilft, die es nicht von alleine schaffen, will nur aus Liebe heiraten usw.
Das bringt ihr natürlich Schwierigkeiten ein und sie entkommt knapp dem Scheiterhaufen.   Alle Rezensionen zu diesem Buch


Am 09. Dec schrieb Torsten über
Die Tore der Welt von Ken Follett:

Mit der langerwarteten Fortsetzung ist Ken Follett mit den Torsten der Welt wieder ein großer Wurf gelungen. Wem die Säulen der Erde schon gefallen, ist auch dieser Roman wärmestens zu empfehlen.  Alle Rezensionen zu diesem Buch


Am 08. Aug schrieb Josefa über
Waisen des Lebens von Tina Reuter:

Das ist kein typischer Historienschinken, sondern eher ein Buch über das Leben, seinen Sinn und sein Scheitern. Anhand verschiedener Lebensläufe lässt die Autorin die Zeit der Heidelberger Romantik auferstehen. Alle Personen sind fiktiv, könnten aber so um 1800 gelebt haben. Man muss sich einlassen auf den Stil, die einzelnen Lebensgeschichten, die sehr genuen Beschreibungen. Dann hat man förmlich das Gefühl, in dieser Zeit zu leben.

Mir hat das Buch außerordentlich gut gefallen, da ich ie Sprache sehr genossen habe und gerne etwas zu Nachdenken habe.   Alle Rezensionen zu diesem Buch


Am 05. Jan schrieb Andrea Schütze über
Imperium von Robert Harris:

Robert Harris, Imperium, (aus dem Englischen übers. v. Wolfgang Müller), 4. Aufl., Wilhelm Heyne Verlag, München 2006, ISBN-10: 3-453-26538-7 / ISBN-13: 978-3-453-26538-7, 475 S., 2 Karten, 19,95 €.
„Er verfügte nicht wie Crassus über ein gewaltiges Vermögen, das ihm den Weg ebnete. Er hatte nur eines – seine Stimme. Und mit der schieren Kraft seines Willens machte er aus dieser die berühmteste Stimme der Welt“ (S. 13). Eindrucksvolle Worte über einen noch eindrucksvolleren Mann legt Robert Harris Tiro, dem bekanntesten Privatsekretär der Antike, bei dessen Urteil über Marcus Tullius Cicero in den Mund. Harris dürfte in seiner Charakterisierung dieses antiken Self-made-man allerdings etwas (zu?) weit gehen. Marcus Tullius Cicero durchschnitt zwar eine atemberaubende Karriere als homo novus, jedoch sicherlich nicht jene „vom Tellerwäscher zum Millionär“. Cicero entstammte nicht kleinen Verhältnissen, sondern verfügte als Sprössling einer Ritter-Familie aus Arpinum über das besondere Glück auf exklusive Beziehungen zurückgreifen zu können, die auf Freundschaften oder Verwandtschaften gründeten und ihm in Rom den Zugang zu den bedeutenden Männern seiner Zeit eröffneten. Der moderne Mensch würde Cicero daher sicherlich mit anderen Augen betrachten, ihn sozial deutlich höher einstufen als es die Zeitgenossen taten. Denn nach den antiken Vermögensdimensionen freilich verhielt es sich etwas anders. Auch wenn dies heute schwer nachvollziehbar erscheinen sollte: Die High-Society Roms erreichte bereits am Ende der römischen Republik einen Vermögensstatus, der proportional auf heutige Verhältnisse umgerechnet, selbst von heutigen Reichen nur schwer erreicht werden könnte. Ein Wohlstandsverhältnis, das sich im Laufe der Kaiserzeit noch deutlich steigern sollte. Nach diesen antiken Maßstäben, und nur nach diesen, war Marcus Tullius Cicero im sozialen Ranking sicher ziemlich weit unten anzusiedeln… und das bekam er auch bei jeder sich bietenden Gelegenheit zu spüren. Meines Erachtens hat Harris gerade in der Beachtung dieser in historischen Darstellungen über Cicero zumeist vergessenen Hürde aus ungerechter Benachteiligung und gemeiner bis verletzender Demütigungen, die Ciceros Weg sicherlich pflasterten, sein besonderes schriftstellerisches Einfühlungsvermögen bewiesen.
Der steile und nicht minder beschwerliche Aufstieg des hochbegabten Cicero, der sich gegen den bis heute gültigen Grundsatz zu behaupten hatte, dass gute Beziehungen mehr wert sind als gute Bildung, steht im Mittelpunkt des ersten Bandes. Zeitlich gesehen bewegen wir uns von Ciceros Karrierebeginn bis zu dessen Prätur, die bereits unter jenen Vorzeichen steht, die sein späteres Konsulat prägen werden. Bemerkenswerter Weise sind wir gerade über diesen harten Weg Ciceros durch die römische Ämterlaufbahn, den cursus honorum, quellenmäßig schlechter unterrichtet, als wir dies von der bestdokumentiertesten Persönlichkeit der Antike erwarten würden. Auch von Cicero selbst erfahren wir hier nur wenige Informationen, die einen Blick hinter die Kulissen gestatten würden.
Und gerade hier setzt Robert Harris mit dem ganzen Schatz seiner reichen und einfühlsamen Imaginationskraft ein, um seine Leser in eine längst vergangene Epoche zu entführen. Heute in Biographien und Geschichtsbüchern zentrale Ereignisse drängt er eher als Rahmenbedingungen in den Hintergrund. Eine historisch gesicherte, jedoch leider verschollene Biographie Tiros über Cicero bildet den äußerst geschickten Rahmen, mit dem Harris die Hürde eines direkten Vergleichs mit Ciceros Fähigkeiten umschifft. Die literarische und intellektuelle Spurtiefe, die Cicero hinterlassen hat, ist zu gewaltig, so dass jeder darin unweigerlich zu versinken droht, der in einem Roman darauf angewiesen ist, Cicero nicht allein in Handlungen und Gesten zum Leben zu erwecken, sondern ihn auch in Worten sprechen zu lassen. Auch wenn der Leser während der Lektüre spannender Lesestunden das Gefühl unmittelbaren Beobachtens historischer und weniger historischer Ereignisse vermittelt bekommt, so erlebt er nie unmittelbare Zeitzeugenschaft, sondern blickt durch die um Jahrzehnte zeitversetzte und den Prozess des Alterns gereifte Erinnerung des alten Tiro: „Die Alten leben von der Luft, und ich bin sehr alt – fast hundert, heißt es“ (S. 11). Das Intro eines altersschwachen Erzählers an der Schwelle zum Tod erinnert deutlich an die berühmte Vorlage von Robert von Ranke-Graves Roman „I Claudius / Ich Claudius Kaiser und Gott“. Mit diesem geschickten Kunstgriff und einem sehr starken Auftakt taucht Robert Harris gemeinsam mit dem Leser in das erste Jahrhundert vor Christus ein. Wie bereits angedeutet besteht Harris´ literarische Leistung nicht in der Schilderung historischer Korrektheiten, sondern in dem Ausfüllen der Lücken. Jede Gestalt erhält bei ihm eine eigene Charakterisierung, ob es der abgerissene und ungepflegte Cato ist, der etwas schwerfällige Bruder Quintus, der lauernd-dämonische Catilina (leider zeigt sich Harris hier zu wenig differenziert in der dämonisiert überzeichneten Überlieferung dieses politischen Hasardeurs) oder die starke wie spitzzüngige Terentia, mit der Cicero eine durchaus turbulente Ehe führt. Im Zentrum steht natürlich der strahlende und gutaussehende Cicero, der Inbegriff eines aufsteigenden Stars. Wir erleben ihn in der Imagepflege während der morgendlichen Salutatio mit seinem Töchterchen Tullia, wir leiden mit ihm in den Intrigen und Demütigungen einer neidischen und arroganten Oberschicht, die in einem undurchdringlichen Geflecht aus Intrigen und Patronage allein wegen seiner sozialen Unzulänglichkeit ihren Schulterschluss findet, ihn schneidet und demütigt so gut es geht, wir lauschen den Beratungen und Strategie-Entwicklungen im engsten Freundes- und Familienkreis und erleben bisweilen auch seine vollkommene Hilflosigkeit und Ausgeliefertheit gegenüber Alltäglichkeiten, wie etwa bei Terentias Entbindung vom kleinen Marcus.
Manches an Cicero wirkt bei Robert Harris etwas zu modern geraten, erinnert auffällig an die Anwaltsgestalten und Handlungsstränge bei John Grisham, dennoch:
Es ist nicht der Gigant Cicero, den er uns selbst in seinen überlieferten Reden und Schriften zu vermitteln sucht, es ist auch nicht der tönerne Riese Cicero, der uns in seinen erhaltenen Briefen tiefer blicken lässt und der Petrarca so sehr enttäuschte. Es ist eine Mischung aus beidem und noch viel mehr. Es ist das Bild eines Mannes, dessen Weg durch hohe Begabung und eisernen Willen geebnet wird, der vom Schicksal gekost Momente höchsten Glückes, höchster Befriedigung und höchsten Triumphes in gleicher Weise durchlebt, wie vom Schicksal gepeitscht die finstersten Talsohlen von Demütigungen, Rückschlägen und Unsicherheiten durchzuhalten hat. Es ist das Leben eines Menschen in allen seinen Facetten, es ist Marcus Tullius Cicero.

Andrea Schütze, lupa-romana.de
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Am 31. Jul schrieb Silke Sturm über
Die geheime Tochter: Roman von Claudia Ziegler:

Claudia Ziegler erzählt die Geschichte der jungen Cécile de Montbrignac, die höchst couragiert um ihr Familien-Erbe kämpft.
Die neunzehnjährige Französin Cécile lebt mit ihrem Vater seit 13 Jahren in den schottischen Highlands. Kurz vor ihrer Rückkehr nach Frankreich fällt ihr Vater einem Überfall zum Opfer. An seinem Sterbebett erfährt sie warum ihre Familie, einst angesehen und wohlhabend, aus Frankreich floh. Ihr Vater wurde damals des Mordes beschuldigt und außer Landes getrieben. Der große Aufstand der Hugenotten gegen den Katholizismus als Staatsreligion war ihm politisch zum Verhängnis geworden. Sie verspricht nach Frankreich zu reisen und für seine Rehabilitation zu sorgen. Alleine macht sie sich auf den Weg, um den Ereignissen der Vergangenheit auf den Grund zu gehen. Dabei sieht sie sich nicht nur den Schwierigkeiten gegenüber, die zu diesen Zeiten für eine alleinreisende Frau bestehen, sondern begibt sich auch noch in große Gefahr, als sie die Drahtzieher einer Verschwörung aufspürt.Cécile ahnt nicht, dass die Widersacher des Vaters auch ihren Spuren folgen.

576 Seiten bei denen man ins 18 Jahrhundert abtaucht und sich in Paris zu Hofe unters Volk mischen kann... oder die Landschaft des Languedoc geniesst...
Dabei immer in Begleitung der jungen Cecile, die mutig und sehr bestimmt um ihr Familienerbe kämpft und sich dabei ab und zu auch selber in Schwierigkeiten bringt.
Spannung, Unterhaltung,nebenbei anschaulicher Geschichtsunterricht und natürlich auch Romantik...

Gerade jetzt im Sommer eine gute Urlaubslektüre!








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Am 31. Jul schrieb Andrea Schütze über
Fugger und der Duft des Goldes: Die Entstehung des Kapitalismus von Harald Parigger:

Harald Parigger, Fugger und der Duft des Goldes. Die Entstehung des Kapitalismus (= Arena Bibliothek des Wissens – Lebendige Geschichte), Arena-Verlag, Würzburg 2009, 150 S., ISBN 978-3-401-05992-1, 8,95 €.

Zum 250. Geburtstag von Jakob Fugger (1459 – 1525) und dem über Augsburg hinaus gefeierten Fugger-Jahr hat der Arena-Verlag mit diesem Werk einen zeitlich passenden Beitrag geleistet. Pariggers Buch erscheint in der „Arena Bibliothek des Wissens“, die in vier Reihen „Allgemeinbildung zur spannenden Lektüre“ (Klappentext) machen möchte. Die Reihe „Lebendige Geschichte“, der dieses Buch angehört, wendet sich Persönlichkeiten und Ereignissen der Weltgeschichte, genauer „den Meilensteinen der Menschheitsgeschichte“ (Klappentext) zu. Dabei soll nach der Zielsetzung der Herausgeber der Blick nicht allein auf die großen historischen Persönlichkeiten und weltbewegenden Ereignisse, Kriege und politischen Konstellationen gerichtet werden. Erklärtes Ziel ist es vielmehr ein möglichst umfassend skizziertes Bild der Zeit zu vermitteln, das auch den Alltag und die sogenannten „Kleinen Leute“ miteinbezieht. Auf diese Weise rückt dem Leser längst Vergangenes zum Greifen nahe vor Augen.
Das Buch kennzeichnet ein doppelter Aufbau. Am Ende des Buches findet sich ein Glossar (S. 145 – 147), das leicht verständlich Spezialbegriffe erklärt, die im Text jeweils mit einem Sternchen (*) markiert sind. Daran anschließend folgen zwei Inhaltsverzeichnisse, eines zur rahmengebenden Erzählung (S. 148) anhand derer der Leser durch die Zeit geführt wird und ein weiteres zu den Sachkapiteln (S. 149).
Beide Geschichten, die erzählende und die historische sind zudem durchaus geschickt miteinander verknüpft. Tonangebend erscheint zunächst die Erzählung, die sich um den jungen Bauernburschen Johann strickt. Dabei wird sie immer wieder für historische Exkurse unterbrochen. Klar verständlich werden darin beispielsweise der Aufstieg der Fugger oder der sich aus dem christlichen Mittelalter ergebende Zwiespalt besprochen, dem sich Kaufleute wie Jakob Fugger ausgesetzt sahen. Das Zeitalter Jakob Fuggers kennzeichnete einerseits die in Deutschland anbrechende Renaissance und der damit einhergehende Aufstieg des Kapitalismus. Andererseits bestand aber immer noch die aus mittelalterlich-christlicher Weltsicht (Mt. 21,12-13) resultierende Ablehnung kapitalistischer Betätigungen. Diesen Konflikt galt es zum Wohle des Seelenheiles zu lösen (hierzu noch am Ende der Rezension). Der damit im Zusammenhang stehende Ablasshandel bedingte durch seine Pervertierung wiederum die Reformation, die das Zeitalter der Neuzeit einläutete.
Auf den Erzählfluss wirken sich die Exkurse keinesfalls störend aus, sind sie doch stets an Stellen der Erzählung platziert, die beim einsteigenden Leser ohnehin Fragen hervorgerufen haben und nun durch die Exkurse beantwortet werden.
Hervorzuheben sind die zahlreichen Illustrationen, besonders die in der Erzählung teils recht humorvollen Zeichnungen von Klaus Puth. Dieser pointiert in ihnen nicht nur den jeweiligen Erzählschwerpunkt, sondern vermag es durch ihre Aussagekraft auch eine eigenständige, parallel erzählende Bildergeschichte zu schaffen. Besonders gelungen und wohl durchdacht in seiner Aussage erscheint mir seine Gestaltung des Buchcovers. Sie zeigt Jakob Fugger als Anfang und Ende des Geldkreislaufes mit vergleichsweise kleinen Investitionen und riesigen Einnahmen. Schön ist, dass er hier auf den Aufbau des Fugger-Imperiums eingeht, das nicht allein dem Bild des mit Gewürzen, Tuchen und Geschmeiden handelnden Kaufmannes entsprach, obwohl die Fugger auch damit gute Geschäfte tätigten. Versinnbildlicht durch Jakobs Investition in eine Schmiede, beruhte es ganz wesentlich auf den Erträgen der Montanwirtschaft, sprich dem Bergbau in den Alpenregionen und in Osteuropa. Und so fließt das Fugger-Geld als Finanzierung von Krieg (Soldaten) und Herrscher (Burg) im Kreis.
Der Handlungsrahmen spielt vor 1518 bis 1525 (Entstehung des Dürer-Gemäldes - Todesjahr von Jakob Fugger): Im Mittelpunkt steht der Bauernbursche Johann, der Zeuge der Entführung von Jakob Fugger wird und ihn aus den Händen der Räuber befreit. Aus Dankbarkeit und in Erkenntnis der Fähigkeiten, die in diesem jungen Kerl stecken, nimmt ihn der Augsburger Handelsherr mit in seine Welt, die dem Bauernjungen nicht fremder sein könnte. In Fuggers Diensten, wo er ihm als Leibwächter zur Seite steht, wird ihm nicht nur Bildung zuteil, sondern er bekommt auch Einblick in den Alltag des Augsburger Patriziers, sieht seine geschäftlichen Schachzüge, nimmt als Beobachter an gesellschaftlich bedeutsamen Banketten teil, erlebt die Entstehung der Fuggerei, durch die Jakob Fugger sein Seelenheil zu retten sucht und sitzt am Ende am Sterbebett des alten Fugger, der ihm in seinen letzten Zügen die Bedeutung des Duft des Goldes erklärt.
Das Fugger-Buch von Harald Parigger ist zwar als Jugendbuch ab 11 Jahren (Klappentext) konzipiert, erscheint mir darüberhinausgehend aber durchaus auch für Erwachsene lesenswert. Abzüglich der Exkurse sind es wohl kaum 100 Seiten, die sich schnell und recht gefällig lesen lassen. Zudem gelingt es Harald Parigger die Hauptcharaktere Jakob Fugger und den Bauernburschen Johann anschaulich und freundlich zu zeichnen. Besonders Jakob Fugger wurde von ihm schön skizziert, als eine eigentlich schwer zu durchschauende Gestalt, die hinter ihrer unbeweglichen Miene soviel feinsinnigen Humor, wie kühle Berechnung eines harten Geschäftsmannes aufweist und dennoch von ganz menschlicher Eitelkeit geplagt wird.
Eine sicherlich nicht konzipierte, aber trotzdem höchst interessante Besonderheit des Buches haben die aktuellen globalen Verwerfungen der Weltwirtschaft gezeitigt, die für Millionen von Menschen weltweit zu einer sozialen Bedrohung werden.
Jakob Fugger wird vielfach in seiner historischen Bedeutung als Mann gewürdigt, der auf der Schwelle des Mittelalters zur Neuzeit stehend, die Renaissance von Italien nach Deutschland gebracht hat. Dieses Bild ist jedoch das des Jakob Fugger, der war, der Vergangenheit bleibt. Daneben besteht allerdings auch ein Bild eines Jakob Fugger, der uns Heutigen viel zu sagen hätte, der mit seiner Form des Kapitalismus aktueller ist, wie nie zuvor: Jakob Fugger bezeichneten seine Zeitgenossen als „den Reichen“, weil er als Chef eines gigantischen Wirtschaftimperiums nicht nur einer der, sondern der reichste Mann der damaligen Welt war. Trotz dieser heute kaum mehr vorstellbaren Finanzmacht sah er sich dem bereits oben angesprochenen Spannungsfeld aus sozialem Anspruch des Christentums und kapitalistischem Gewinnstreben ausgesetzt und unter Druck gestellt. Aus diesem Spannungsfeld resultierte das, was man – wohl nicht zu Unrecht – als eine frühe Form des sozialen Kapitalismus bezeichnen darf.
In heutiger Zeit haben sich Wirtschaftsgiganten mit ihrem rein liberal gewinnorientierten Kapitalismus nicht mehr um ihr Seelenheil zu sorgen, wie einst Jakob Fugger, so dass die ethische Komponente sozialer Verantwortung zunehmend in Vergessenheit geraten ist. Gerade dieser rein liberal betriebene Kapitalismus hat nun jedoch eine globale Wirtschaftskrise hervorgerufen, die Millionen Menschen mit sozialem Abstieg bedroht und auch noch künftigen Generationen durch eine damit verknüpfte, rasante Staatsverschuldung eine Bürde bedeuten wird. In dieser Zeit stellt Jakob Fugger ein Beispiel vor, das zum Innehalten und Nachdenken anregt.

Andrea Schütze, lupa-romana.de
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Am 29. May schrieb Andrea Schütze über
Pompeji von Robert Harris:

Robert Harris, Pompeji. Roman, Heyne-Verlag, München 2003, 4. Aufl. 2004, ISBN 3-453-87748-9, 381 S., Abb. 1, 20,- €.

Die Handlung von Robert Harris´ „Pompeji“ beginnt zwei Tage vor Ausbruch des Vesuvs am 22. August 79 n. Chr. um 04.21 Uhr und endet am 25. August 79 n. Chr., dem letzten Tag des Ausbruchs, gegen 07.57 Uhr. Innerhalb dieses engen Zeitrahmens entfaltet sich auf knapp 400 Seiten eine sehr rasant geschriebene Geschichte.

Das Ende der Geschichte ist durch die Historie Pompejis und der weiteren versunkenen Städte am Vesuv bereits vorgegeben. Das Schicksal zahlreicher Protagonisten, die Harris ins Spiel bringt, ist für den Leser bereits zu erahnen bevor sich die Charaktere überhaupt einer Gefahr ausgesetzt sehen, wie beispielsweise der Bordellbesitzer Africanus und seine alternde Prostituierte Smyrina, die von besseren Zeiten träumt, oder der ehemalige Gladiator Brebix, der das Töten satt hat. Der Leser rückt damit in eine andere, den handelnden Personen überlegene Position. Er kennt das Ende bereits am Anfang, er weiß um das drohende Unheil, das den Charakteren vollkommen unvorstellbar wäre, auf das sie aber geradewegs zusteuern, während sie sich noch ihres Lebens freuen oder mit ihrem Schicksal hadern. Vorhersehbarkeit kennzeichnet auch das Handlungsmuster, das dem Strickmuster vieler Katastrophen-Filmen zu gleichen scheint, unabhängig davon, ob Vulkane ausbrechen, Staudämme brechen, Erdbeben oder Stürme ganze Städte verwüsten oder Meteoriten die Erde bedrohen - in ihrem Aufbau gleichen sie sich alle.
Eingebettet in den digitalen Zeitrahmen, den Harris römischer Datierung und Zeitmessung gegenübersetzt, steht im Zentrum der Wasserbaumeister (Aquarius) Attilius. Durch den Tod seiner Frau geprägt, äußerst kompetent, aber noch nicht sehr erfahren und jung - für viele zu jung - wird er zur Instandhaltung der großen Wasserleitung Aqua Augusta nach Misenum versetzt, die Kampanien mit lebenswichtigen Wasser versorgen soll. Unterstützung erhält Attilius durch den alternden Naturwissenschaftler Plinius – auch dessen tragisches Schicksal ist dem Leser bekannt. Beide sehen sich zunächst einem scheinbar rein technischen Problem in der Wasserversorgung der Aqua Augusta gegenüber, die ihre Dienste versagt, bis sie den wahren Grund erkennen. Hilfe erhält Attilius auch durch Corelia. Zwischen beiden entsteht eine unglückliche Liebesbeziehung, die ohne Zukunft scheint, denn sie ist die Tochter des aufgestiegenen und zwielichtigen Freigelassenen Ampliatus, der in Pompeji inoffiziell alle Macht in Händen hält und auch die Ratsherren nach seinem Willen tanzen lässt. Ein tödlicher Gegner erwächst Attilius zusätzlich in Corax, der selbst auf den Posten des Attilius spekuliert hatte und nur auf seine Gelegenheit wartet. Zwischen diesen Polen der langsamen Erkenntnis der Gefahr und ihrer durch Korruption und Geldgier verhinderten Abwehr zieht sich ein roter Faden bis am 24. August 79 n. Chr. die Welt nie mehr so werden wird, wie sie war…

Trotz der klaren Vorhersehbarkeit versteht Harris den Leser bis zum letzten Buchstaben zu fesseln. Einzelne Charaktere mögen ihm zu plakativ geraten sein, wie etwa die Hässlichkeit der Bösen, oder in ihrer Mentalität zu modern, wie beispielsweise Attilius und einige andere, die Gewalt verabscheuen und denen viel vom religiösen Denken der Römer mit ihrem Aber- und Vorzeichenglaube fehlt. Hier wirkt einiges zu modern, zu sehr von heute gedacht und in die Antike versetzt. Beispielsweise dürfte auch die Vorstellung von einer Explosion dem Römer, der zwar „fractiones“ (Bersten) oder „eruptiones“ (Ausbrüche) kannte, fremd gewesen sein. Denn die Wirkung einer Sprengung, wie sie eine Explosion hervorruft, ist eine moderne Erfahrung. Vieles im Buch erinnert an moderne Filme vom bekannten Handlungsmuster (s.o.) bis zu schnellen Szenenschnitten. Als besondere Stärke von Harris, die über manches angesprochene Problem hinwegfegt, erscheint die Erzählperspektive, die den Leser einmal ins Innerste der Personen hineinkriechen lässt und ihn – gerade am Schluss, als das Schicksal der einzelnen Protagonisten in diesem Unglück angeführt wird – wie mit einer Kamera sehr schnell und sehr hoch über alle Szenerien hinaufzieht. Damit werden beim Leser durch die Filme vorgebildete visuelle Vorstellungen wachgerufen und die Spannung eines Actionfilmes erzeugt.

Das Buch ist allerdings nicht nur ein Actionreißer, sondern auch sehr interessant komponiert und sehr gut recherchiert (davon zeugt nicht zuletzt die am Ende angeführte Literaturliste und die erwähnte wissenschaftliche Unterstützung). Neben einem horizonterweiternden Einblick in das System römischer Wasserleitungen begegnen interessante Kompositionen: Das System der Vorhersehbarkeit zeigt sich an verschiedenen Stellen, wie des verschränkten Aufeinandertreffens von Antike (die eigentliche Vergangenheit), die unwissend ihre Zukunft bis zum Ausbruch noch vor sich hat und Moderne (die eigentliche Zukunft), die wissend bis zum Ausbruch in die Vergangenheit zurückblickt. Weiter auch im Aufeinandertreffen von antiker und moderner Datierung und Zeitmessung, oder der Tatsache, dass Harris jedes Unterkapitel mit einem Abschnitt moderner Vulkanologie einleitet, der kontinuierlich die wissenschaftliche Diagnose zu den in der Handlung beschriebenen Symptomen liefert, die einem Ziel zusteuern - dem Ausbruch des Vesuv 79 n. Chr.

Kompositorisch interessant und sicherlich nicht zufällig ist Harris´ Auswahl eines Aquarius als Helden der Geschichte. Eine der größten Leistungen der Römer, die eine kulturelle Revolution einläutete, war nicht die Errichtung riesiger Grenzwälle und glänzender Tempelanlagen, sondern die Erfindung des Rundbogens, die den Römern geniale Leistungen auf dem Gebiet der Architektur und Ingenieurskunst ermöglichte. Für das, was die Römer in Form von riesigen Aquädukten und Brücken (die selbst über reißende Flüsse wie die Donau führten) bewerkstelligten, muß ihnen bis heute Respekt gezollt werden. Hier hat sich wie auf kaum andere Weise die allmächtige Größe Roms manifestiert, in der Bezwingung der ungezügelten, chaotischen und ungeordneten Natur durch römische Ordnung. In diesem Ausdruck von Ordnung und Regelung artikulierten die Römer nicht zuletzt ihren Anspruch auf Weltherrschaft, wie dies auch in der berühmten Aeneis des römischen Dichters Vergil anklingt. Hier finden wir also nicht nur das Aufeinandertreffen der antithetischen Motive Feuer (Vulkan) und Wasser (Aquädukt), sondern auch das Aufeinandertreffen von Zivilisation und Chaos, von menschlicher Ohnmacht und übermächtiger Naturgewalt.

Andrea Schütze  Alle Rezensionen zu diesem Buch


Am 26. Apr schrieb Schreibstorch über
Das Spiel der Könige von Rebecca Gable:

--- Ich wollte immer wissen, wie es weitergeht ---

Wie schon in den ersten beiden Romanen dieser Reihe (Das Lächeln der Fortuna, Die Hüter der Rose) wird das Schicksal der Waringhams erzählt, einem fiktiven Adelsgeschlecht im mittelalterlichen England; oder vielmehr im England des ausgehenden Mittelalters, denn mittlerweile ist die Geschichte im 15. Jahrhundert angekommen, einer Zeit, in der in England ein blutiger Bürgerkrieg zwischen den Häusern Lancaster und York tobte, der mal durch Intrigen und mal auf dem Schlachtfeld ausgetragen wurde. Schon im Prolog wird der Leser mitten hineingerissen in diesen Kampf, der bis zum letzten Kapitel ausgefochten wird.
Im Mittelpunkt steht dabei nicht die ausführliche Schilderung der zahlreichen Schlachten und Feldzüge, sondern der Lebensweg der beiden Waringham-Zwillinge Julian und Blanche. Gablé schildert die Auswirkungen des Bürgerkriegs auf ihre beiden Hauptfiguren, der Leser erlebt den Konflikt zwischen York und Lancaster mit ihren Augen. Schon in früher Jugend werden Julian und Blanche in diesen Konflikt hineingezogen, sie müssen sich für eine Seite entscheiden. Das tun sie – und kämpfen von nun an auf Seiten Lancasters in einem wechselvollen Konflikt. Dabei sind Gablés Schauplätze mehr die Burgen, Schlösser, Festmähler und Betten, weniger die Schlachtfelder und Feldlager.
Und das ist gut so! Denn Gablé versteht meisterhaft, über die Entwicklung ihrer Figuren zu erzählen sowie über deren Beziehungen untereinander. Die beiden Zwillinge sind wie alle Waringhams fiktive Figuren, sie kommen jedoch im Lauf des Romans mit den meisten historisch wichtigen Engländern dieser Epoche in Kontakt. Mehr noch: Die Beziehungen zu Königen, Königinnen, Königsmachern und Lords wie Henry VI., Henry Tudor, Marguerite d'Anjou, Edward IV. und dem Earl of Warwick sind persönlich und ständigen Änderungen unterworfen, wie auch die gesamte politische Situation, da Fortuna im Bürgerkrieg zwischen Lancaster und York mal die eine Seite, dann die andere Seite bevorzugt. Dies alles führt dazu, dass nicht nur die fiktiven Figuren, sondern auch die historischen Persönlichkeiten lebendig werden mit all ihren Schwächen und Stärken; man sieht, wie sie lieben, kämpfen (mit sich und gegen andere), hoffen und hassen. Ich fand die Charaktere im dritten Band facettenreicher und widersprüchlicher als in den beiden Vorgängern - für mich ein positiver Aspekt, denn die Figuren wirken dadurch lebensechter. So ist die Hauptfigur Julian grundsätzlich von edler Gesinnung, er hilft oft den Schwachen, besonders gerne wehrlosen Frauen. Aber er zögert auch keinen Moment, Männer zu rekrutieren und in die nächste Schlacht und damit in den Tod zu führen. Selbst nach einer Schlacht mit zehntausenden Toten will er weiterkämpfen. Als Grund dafür reicht ihm die Treue zum Haus Lancaster, auch wenn die Königin grausam und der lancastrianische König geistig umnachtet ist. Demgegenüber stattet Gablé einen Feind ihrer Hauptfiguren, den Yorkisten Edward, mit positiven Merkmalen aus: Er ist ein umsichtiger Herrscher und sucht die Versöhnung mit seinen Feinden.
Was ist nicht so gelungen wie die Charaktere? In der Handlung erschienen mir einige Dinge unrealistisch und unlogisch. Einige Beispiele: Einmal kniet Julian eine Ewigkeit neben einem Sterbenden, während um ihn herum die Schlacht tobt – aber um ihn kümmert sich niemand. Nach einer weiteren verlorenen Schlacht kann sich Julian anschließend in aller Ruhe aus dem Staub machen, da ihn mitten auf dem Schlachtfeld niemand bemerkt. Was ich auch nicht nachvollziehen konnte war, warum sich Julian absichtlich von den Häschern seines Feindes festnehmen lässt, obwohl er vermutet, erpresst zu werden.
Aber diese kleinen Schwächen änderten nichts daran, dass ich immer wissen wollte, wie es weitergeht.
Die aufwendige Illustration des Buches sticht ins Auge: Es werden Landkarten geboten sowie die Stammbäume sämtlicher Familien. Jedoch sollte man den Text am Einband nicht vor der Lektüre lesen, denn dieser Text verrät nicht nur die Ausgangssituation, sondern schon einen Gutteil der Handlung. Auch den Stammbaum würde ich nicht ausführlich studieren: Wenn man weiß, wer wann ermordet wird und wer mit welcher Frau Kinder zeugt, wird die Antwort auf manch spannende Frage bereits verraten.
Rebecca Gablé will nun eine Waringham-Pause einlegen, aber es bleibt die Hoffnung auf eine Fortsetzung: Im Nachwort schreibt sie, dass sie nicht „nie“ sagen will. Meine Bitte an Rebecca Gablé: Weitermachen, bis ein Waringham gegen die Nazis kämpft!   Alle Rezensionen zu diesem Buch


Am 26. Apr schrieb Schreibstorch über
Der Mann aus St. Petersburg: Roman um eine mysteriöse Affaire im Rußland zur Zeit der Revolution von Ken Follett:

--- Der kleine Bruder der Nadel ---

Ken Follet ist bekannt dafür, Hochspannung zu bieten und er enttäuscht seine Leser auch mit diesem Buch nicht.
„Der Mann aus St. Petersburg“ spielt wie „Die Nadel“ vor dem Hintergrund eines Weltkriegs, hier jedoch vor dem 1. Weltkrieg. Die Parallelen mit „Die Nadel“ sind unübersehbar: Ein Feind kommt aus dem Ausland nach England, um eine kriegsentscheidende Mission auszuführen. In „Die Nadel“ ist es ein deutscher Spion, hier ist es der russische Anarchist Felix.
Ist „Der Mann aus St. Petersburg“ also nur ein Abklatsch von „Die Nadel“? Nein. Es gibt Unterschiede, die das Buch zu einem einzigartigen Werk machen. Der größte Unterschied liegt in der Figur des ausländischen Feindes: Felix mordet nicht für ein verbrecherisches Regime wie die Nadel, sondern er hat ein Motiv, das ehrenhaft erscheint: Er will verhindern, dass Russland in den drohenden Krieg hineingezogen wird. Dies will er erreichen, indem er den russischen Fürsten Orlow ermordet. Dieser Fürst weilt in London, um im Auftrag des Zaren mit England über ein Bündnis gegen Deutschland zu verhandeln. Gelingt ihm der Mord – so sein Kalkül – kommt dieses Bündnis nicht zustande. Die Haupthandlung dreht sich um die Attentate von Felix auf Orlow sowie die Maßnahmen, die die Engländer ergreifen um diese Attentate zu verhindern und Felix zu fassen: Es entwickelt sich ein Katz-und-Maus-Spiel, bei dem die Spannung mit jeder Seite steigt.
Aber es gibt Nebenkriegsschauplätze – vor allem in der Familie von Lord Walden, dem Gegenspieler von Felix. Er ist der englische Aristokrat, der die Verhandlungen mit Fürst Orlow führt. Weitere Hauptfiguren sind Waldens Frau Lydia und die Tochter Charlotte. Lydia ist Russin und ehemalige Geliebte von Felix. Zwar scheint diese Verbindung sehr konstruiert und an den Haaren herbeigezogen, andererseits kommen auf diese Weise starke Gefühle in den Roman, die man in einem Thriller dieser Art, in dem es vorrangig um einen Mordversuch geht, selten findet. Sogar Felix verändert sich: Anfangs noch kaltherzig und ohne Skrupel sein Ziel verfolgend, entdeckt er im Verlauf des Romans Gefühle, die sogar seine Mission behindern – auch das kennt man nicht von der Nadel.
Sowohl diese persönlichen Verwicklungen als auch die Attentatspläne von Felix steigern sich bis zum spannungsgeladenen Höhepunkt: Hier schildert Follett in meisterhafter Manier das Attentat in sechs Actionszenen, die immer wieder unterbrochen werden durch persönliche Konfrontationen, die nicht direkt etwas mit dem Attentat zu tun haben.
Zum Stil: Ich hatte vor diesem Thriller einen Roman von Rebecca Gablé gelesen – im Vergleich zu ihr wirkt Folletts Stil sparsam: Es wird weniger erzählt, die Figuren haben weniger Tiefe, dafür schreitet die Handlung schneller voran.
Die Sitten der damaligen Zeit werden angedeutet, einige Aspekte stellt Follet besonders heraus: So wird z. B. die Etikette bei den Waldens und im Buckingham-Palast detailreich beschrieben. (Wer hat beim Empfang des Königs wann zu knicksen?). Diese Beschreibungen kontrastieren zu dem Milieu der einfachen Leute, in dem sich Felix herumtreibt. Ein weiteres Thema ist die Frauenrechtsbewegung, mit der die Tochter Charlotte in Kontakt kommt.
Fazit: Oft sind es die Figuren, die mich an ein Buch fesseln. Das war hier nicht der Fall. Die Figuren sind interessante Charaktere, aber sie haben mich nicht in ihren Bann gezogen. Es war vielmehr die Handlung selbst, die mich immer wieder voller Erwartung zu diesem Buch greifen ließ: „Der Mann aus St. Petersburg“ ist ein hochspannender Thriller, eingebettet in eine der dramatischsten Phasen des letzten Jahrhunderts (Sommer 1914). Die historische Handlung ist jedoch nur Anlass für die Romanhandlung, nicht Hauptinhalt. Historische Figuren wie Churchhill oder Emmeline Pankhurst sind Nebendarsteller, den Hauptkonflikt fechten fiktive Figuren aus.  Alle Rezensionen zu diesem Buch


Am 18. Apr schrieb Andrea Schütze über
Mord im Circus Maximus. von Cay Rademacher:

Cay Rademacher, Mord im Circus Maximus. Historischer Roman. Bastei Lübbe, Allgemeine Reihe Bd. 15393, Bergisch-Gladbach 2005, ISBN 3-404-15393-6, 477 S., 7,95€.

Cay Rademachers Kriminalroman „Mord im Circus Maximus“ bewegt sich zeitlich im letzten Regierungsjahr des dritten flavischen Herrschers, Domitian, bis zu dessen Ermordung im September 96 n. Chr.

Im Zentrum des Geschehens steht der römische Dichter Juvenal, der durch die Macht des Schicksals nicht nur aus der Welt verwöhnter und devoter Höflinge in den tiefsten Sumpf römischer Armutsviertel hinauskatapultiert wird, sondern darüber hinaus gejagt, gehetzt und verliebt bis ins Heilige Land gelangt, um verarmt und seiner alten Welt verlustig, nach Rom zurückzukehren. Es ist ein weiter und bunter Bogen, den Rademacher spannt.

Den Auftakt bildet das bei Cassius Dio überlieferte surreale Totenmahl Domitians, gepaart mit Suetons Anekdote vom Fliegentöter Domitian. Rademacher nimmt dieses Ereignis zum Anlass daraus das Bild einer dekadenten, in ihrem übersteigerten Luxus übersättigten und gelangweilten römischen Oberschicht zu zeichnen: Domitian, der sich an der Angst seiner Gäste weidet und sich im schrittweisen Töten eines kleinen Insekts ergeht, erscheint in gleicher Weise dekadent und verweichlicht wie der Dichter Juvenal, der sich – trotz militärischer Erfahrung – beim Erleben dieser „Gruftparty“ in eine geradezu hysterische Panik mit zitternden Knien und Schweißausbrüchen hineinsteigert.
Ein weiteres Schlaglicht wirft Rademacher auf den tobenden Mob in der Arena während der Wagenrennen. Auch hier tritt dem Leser ein Bild der Dekadenz aus Gewalt und Sex vor Augen. Domitian hingegen, der zu Beginn der Erzählung dem Leser greifbar nahe herangerückt worden war, wird nun in unerreichbar schemenhafte, unnahbare Ferne versetzt, aus der heraus er nur schwer erkennbar und undurchsichtig zu agieren scheint.
Rademacher hat damit nicht nur eine Vorstellung von dem römischen System des SPQR (Senat und Volk von Rom) gegeben, zu dem in der römischen Kaiserzeit auch der Kaiser gehört, sondern damit auch gleichzeitig die Beziehungen des Kaisers zu den jeweiligen Schichten beleuchtet: Die Nähe und gefürchtete Macht Domitians gegenüber den Senatoren auf der einen Seite und andererseits die unerreichbare Distanz und die auf kaiserliche Freigiebigkeit basierende Begeisterung der Bevölkerung für ihn.

Noch am Circus Maximus stolpert Juvenal über einen sterbenden Juden, der in seinen blutverschmierten Händen einen kaum mehr lesbaren Papyrus-Rest hält. Bei der Leiche trifft er auf den Unterschichtler und Beutelschneider Archigenes - fortan sein Begleiter und Lebensretter - ohne den Juvenal außerhalb des nobilitären Treibhauses zunächst kaum lebensfähig erscheint. Zusammengeschweißt wird dieses ungleiche Paar durch die Schlägertruppe des ehemaligen Gladiators Cilix, der irgendwie und sehr undurchsichtig im Auftrag Domitians handelt und vom Zeitpunkt dieses Zusammentreffens die Verfolgung und Jagd nach Juvenal aufnimmt.
Ein Rückkehrversuch Juvenals in seine alte Welt scheitert. Dem Leser wird nur so viel eröffnet, dass hier offenbar eine sehr mächtige und gefährliche Gestalt, der Kaiser selbst, die Fäden in einer lebensbedrohenden Intrige gegen Juvenal zu ziehen scheint. Juvenal bleibt daher nichts anderes übrig, als Archigenes in seine Welt zu folgen.
Was für eine Welt - voll Armut und Elend, Gewalt und Härte, aber auch des Glaubens. Der reiche Juvenal, der an nichts mehr glaubt, auch nicht an den verordneten Staatskult und die Verehrung seines Kaisers als „dominus et deus“, erlebt in Archigenes einen treuen Anhänger nicht des für einen Sklaven erwarteten Christentums, sondern des Mithras-Kultes, der zu dieser Zeit - gleich weiteren orientalischen Kulten - in Konkurrenz zum aufkeimenden Christentum steht.
Beide versuchen sie nun den Fall zu lösen. Dabei machen sie weitere Bekanntschaften: Einmal mit dem alten Essener Mardochai und dessen schöner Begleiterin Rebecca, in die sich Juvenal unglücklich verliebt. Doch Rebeccas Herz gehört einem anderen, dem Essener Johannes aus Jerusalem, der dem Leser weiterhin als ständig gesuchtes Phantom begegnet. In Konkurrenz zu den jüdischen Essenern treten der mächtige und zum Christentum bekehrte Flavius Clemens, der Vetter Domitians, und dessen eifernder Gehilfe Marcion. Sie alle stehen in undurchsichtiger Verbindung zum Toten am Circus Maximus und dem rätselhaften Papyrus-Rest.

Die weitere Handlung gestaltet sich durch die Verfolgungsjagd des Cilix und die Suche nach einem verschollenen Papyrus aus der zerstörten Bibliothek von Mesad Chasidim, einem Zentrum der Essener am Toten Meer, das die römischen Truppen im Jüdischen Krieg zerstört hatten. Die Suche bzw. Jagd führt die Protagonisten schließlich hinaus aus Rom; zunächst hinab in die Ruinen des untergegangenen Pompeji, dann auf das Schiff des tollkühnen Kapitäns Nigidius und schließlich ins Heilige Land, wo sich nach einem Abstecher in Jerusalem am Toten Meer in den Ruinen und Höhlen von Mesad Chasidim der letzte Akt ereignet.
Hier treffen alle Gestalten zusammen: Jäger und Gejagte, Suchende und Gesuchter. Johannes erweist sich als Schlüsselfigur für den Mordfall, der gegenüber den wahren Gründen und Motiven an Bedeutung verliert. Der gefundene Gesuchte zeigt sich nicht nur in den Mordfall verstrickt, sondern entpuppt sich nebenbei als unentdeckt konvertierter Christ, der den Neronischen Brand von Rom zu verantworten hatte und wird – das lässt Rademacher durchblicken – auch der zukünftige Evangelist Johannes und Verfasser der Apokalypse sein.

Diese wissenschaftliche unhaltbare Phantasie (in einem im Übrigen gut recherchierten Roman) mag neben anderen historischen Unrichtigkeiten nicht recht gefallen.
Im Rahmen von Rademachers ansonsten wirklich grandioser Fähigkeit zu beschreiben, fällt auf, dass die Charaktere stereotyp und farblos erscheinen. Es sei hier nicht allein auf die auffallende Floskel des „Grinsens“ hingewiesen, das fast die gesamte Kommunikation der Figuren zu dominieren scheint und die Frage abnötigt, ob es nicht auch noch weitere denkbare Nuancierungen geben könnte, sondern auch die Persönlichkeitsstrukturen bleiben irgendwie an der Oberfläche und platt. Domitian beispielsweise erscheint genauso farblos sadistisch, wie Flavius Clemens, dessen Christlichkeit man nicht ganz abnehmen möchte und dessen noch unglaublicherer vorgetäuschter Tod (zum Erhalt als Handlungsfigur offensichtlich erforderlich) im krassen Widerspruch zur historischen Realität. Gleich verhält es sich bei Rebecca, die sich in Liebe zu Johannes verzehren soll und bereit wäre ihm überallhin zu folgen, die aber nie auch nur die Tiefe echter, liebender Leidenschaft erspüren lässt. Einzig gelungen erscheint Nigidius, der als durchaus witzige Figur charakterisiert wird. Doch würde der Witz in gleicher, wenn nicht in besserer Weise, erhalten bleiben, würde der Autor ihn nicht auch zum karikaturistischen Gnom zusammenschrumpfen. Die Art und Weise wie der Autor Habitus und Stimme des Nigidius zusammenführt, fallen unangenehm auf.
Das kann auch gesagt werden von der (allein!) literarischen These, der spätere Evangelist Johannes, der zugleich auch Jude und Christ war, sei nicht nur ein Mörder, sondern - in Konsequenz der Anlastung Rademachers als eigentlicher Urheber des Brandes von Rom und der sich anschließenden Christenverfolgung unter Nero - auch eine Art Massenmörder gewesen. Das sind Dinge, die dem Leser schon fast unerträglich unangenehm auffallen. Da mögen weitere historische Unrichtigkeiten und zu leichtgläubige Quellenrezeption, die sich auch bisweilen finden, unerwähnt bleiben.
Das Ende des Romans hält nicht, was der Anfang verspricht. Vielmehr erscheint der Schluß - ohne die feine Ausarbeitung des Anfangs – zu eindeutig und durchsichtig konstruiert. Ein Kritikpunkt, der den gesamten zweiten Teil der Geschichte betrifft, der von einer endlosen und auch den Leser schon ermüdenden (weil ewig gleichen) Jagd durch das Imperium bestimmt wird.

Dies fällt umso deutlicher ins Auge, als der Autor an anderer Stelle durchaus in seiner Erzählleistung zu brillieren weiß.
Grandios eröffnet Rademacher dem Leser die beklemmende Atmosphäre der Intrige der Macht, wie sich das Unheil in der Gestalt Domitians um den Dichter zusammenbraut. Hervorragend versteht Rademacher dem Leser das Klick-Klack-System der Günstlinge am Hof Domitians vor Augen zu führen, die von Juvenal bereits in dem Zeitpunkt abrücken, als auch nur der Anschein eines kaiserlichen Gunstverlustes zu drohen scheint. Ein faszinierender Erzählstrang, den Rademacher leider nicht konsequent bis zum Ende durchgehalten hat.
Dennoch: In geradezu überragender Weise versteht er es Situationen und Stimmungen einzufangen, was ihm bei den Charakteren leider nicht gelingt. Die nächtliche Gruftparty im Palast Domitians, das bunte Treiben auf den Straßen und Märkten Roms, der Ausnahmezustand in Circus und Arena, der unbeschreibliche und nahezu erfahrbare Schmutz und Gestank in den Armenvierteln Roms, die unheimliche Totenstimmung im verschütteten Pompeji gehören in gleicher Weise zu einer faszinierenden Erzählleistung Rademachers, wie der tosende Sturm auf dem Mittelmeer und das Heilige Land.
Rademacher gelingt es in allen diesen Bereichen nicht nur ein sehr gut recherchiertes Bild wiederzugeben, sondern er versteht es auch dem Leser diese Welt sichtbar, erlebbar, erfahrbar bis hin zum sinnlich Wahrnehmbaren vorzustellen. Es ist ihm hier wirklich gelungen antikes Leben erneut zum Leben zu erwecken.

Nicht seiner Handlung und Gestalten wegen, sondern wegen des prächtigen Bildes von antiker Realität und Mentalität verdient es dieses Buch gelesen zu werden.

Andrea Schütze
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Am 14. Apr schrieb Schreibstorch über
Die Säulen der Erde von Ken Follett:

„Die Säulen der Erde“ reißt den Leser vom ersten Satz an mit. Der erste Satz lautet: „Die kleinen Jungen waren die ersten, die zum Richtplatz kamen.“ – Daran schließt sich ein grausiger Prolog an, der so viele Fragen aufwirft, dass man einfach weiterlesen muss, um die Antworten zu erfahren. Auf den folgenden Seiten wird man jedoch enttäuscht: Es sind ein paar Jahre vergangen und von der Hinrichtung im Prolog ist keine Rede. Doch zum Glück ist auch die neue Handlung alles andere als langweilig: Sie handelt im Kern von der Entwicklung des fiktiven Ortes Kingsbridge, insbesondere seiner Kathedrale. Drumherum werden Liebesgeschichten und Intrigen gestrickt.
Ken Follett erzählt die Geschichte aus der Sicht von fünf Hauptpersonen, meistens wechselt die Erzählperspektive mit jedem Kapitel. Ich muss gestehen, dass mich die ständigen Perspektivwechsel am Anfang ein wenig genervt haben, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es mit der Hauptperson aus dem letzten Kapitel weitergeht, aber schon nach den ersten Zeilen des neuen Kapitels interessierte ich mich wieder für die andere Hauptfigur. Außerdem verweben sich die Handlungen der Figuren mit der Zeit immer mehr miteinander.
Für Abwechslung ist also gesorgt, zumal diese fünf Hauptpersonen unterschiedlicher nicht sein könnten: Ein Mönch, eine Grafentochter, ein Ritter und zwei Steinmetze bzw. Baumeister. Auch die Charaktere dieser Personen sind grundverschieden. Besonders gut fand ich, dass das Geschehen auch aus den Augen des Bösewichts erzählt wird. So bleibt der Bösewicht keine oberflächliche Figur, die einfach von Natur aus böse ist, wie das in vielen anderen Romanen der Fall ist. Mit der Erzählperspektive des Bösewichts gelingt es Follett, die Gründe für seine späteren Taten klar werden zu lassen (Demütigungen, schwere Kindheit, Angst vor der Hölle, giftspritzende Mutter). Auch der Bösewicht ist somit ein vielschichtiger Charakter, seine verwerflichen Handlungen haben Ursachen, er ist nicht von Natur aus schlecht.
Die Handlung spielt im England des 12. Jahrhunderts, die große Politik bildet jedoch nur den Hintergrund und der Leser bekommt sie nur in groben Zügen mit, dies gilt vor allem für den Bürgerkrieg zwischen Stephan und Mathilde oder kurz: The Anarchy. Es gibt jedoch auch ein paar konkrete historische Ereignisse, die ihren Weg in dieses Buch gefunden haben: Das Sinken des Weißen Schiffes, die Schlacht von Lincoln, die Ermordung von Thomas Becket. Dennoch gilt: Wer meint, er kenne sich nach diesem Buch im England des 12. Jahrhunderts aus, liegt falsch, lediglich der Bau der Kathedrale wird auf ein paar Seiten eingehender erläutert. Ich sehe dies jedoch nicht als Negativpunkt an, schließlich soll ein Roman den Leser unterhalten und nicht unterrichten. Die Unterhaltung gelingt Ken Follett vorzüglich mit den Handlungen der fiktiven Personen. Nur die Liebesgeschichte zwischen zwei Hauptpersonen wurde mir gegen Ende etwas zu kitschig, aber mit dieser Meinung stehe ich wahrscheinlich alleine da.
Leider merkt man gegen Ende des Buches, dass Ken Follett stark kürzen musste: An die Stellen von Szenen treten Berichte, einige Figuren bleiben eindimensional, wichtige Informationen erfährt der Leser in einem Nebensatz. Der Abstand vom vorletzten zum letzten Teil beträgt ganze achtzehn Jahre. Allerdings rührt dieser große Zeitsprung auch daher, dass es den „Guten“ in dieser Zeit auch gut geht; diese Jahre ausführlich zu schildern, würde zu Langeweile führen, auf der anderen Seite hätte man sicher den ein oder anderen Konflikt noch einbauen können…
Diese kleinen Schwächen fallen jedoch gegenüber den Stärken kaum ins Gewicht. Ich will die Stärken noch einmal stichpunktartig aufzählen:
- viele Hauptpersonen, allesamt vielschichtige Charaktere (auch der Bösewicht!)
- unerreicht bildhafter Erzählstil: Eine Spezialität von Ken Follett ist es, dem Leser eiskalte Schauer über den Rücken zu jagen. Es fängt schon mit dem bereits oben zitieren ersten Satz an. Ein wenig später wird ein Neugeborenes im Wald ausgesetzt und der Vater denkt darüber nach, was wohl mit ihm geschieht: Eulen können ihm die Augen aushacken, er kann erkalten und sein junges Leben aushauchen, ein Fuchs könnte ihn wittern... *schauder*
- abwechslungsreiche Schauplätze: der Hauptort der Geschichte ist Kingsbridge, jedoch kommen die Hauptpersonen in viele andere Burgen und Städte, sogar bis nach Frankreich (u. a. Paris) und Spanien (u. a. Santiago de Compostella)
- Spannung: Follett lässt dem Leser keine Atempause: Immer stecken einige der Hauptfiguren in Schwierigkeiten und Konflikten, die den Leser ans Buch fesseln, weil er diese Konflikte gelöst sehen will. Über allem stehen die Fragen, die durch den Prolog aufgeworfen werden. Sie werden während der über 1100 Seiten Stück für Stück beantwortet, die völlige Auflösung findet jedoch erst im vorletzten Kapitel statt, also nach 1146 Seiten.
- Gut fand ich auch die differenzierte Darstellung der Kirche, vor allem im Unterschied zu vielen anderen Historienschinken, in denen die Kirche einseitig als ausbeuterisch und menschenverachtend dargestellt wird. In „Die Säulen der Erde“ werden auch die wertvollen Arbeiten der Mönche erwähnt und eine der Hauptfiguren ist ein sympathischer Mönch. Aber es gibt natürlich auch „böse“ Priester: Eiferer und Intriganten, die für ihr persönliches Machtstreben über Leichen gehen.
Übrigens: Eines der letzten Kapitel (also ca. auf S. 1140) beginnt dann wieder mit dem Satz: „Die kleinen Jungen waren die ersten, die zum Richtplatz kamen.“   Alle Rezensionen zu diesem Buch


Am 11. Jan schrieb Rena Schmitt über
Waisen des Lebens von Tina Reuter:

Die junge Stiftsdame Carola fühlt sich wie im Gefängnis, beobachtet das Treiben Frankfurts um 1800 und denkt über das Leben nach. Der Roman besteht aus Tagebucheintragungen der „Hauptheldin“ Carola und Briefen ihres Bruders Jonathan und ihrer Freundin Annie. Die Autorin schafft es, die Gedankenwelt der Romantik auferstehen zu lassen, ohne historisierend zu wirken. Die einzelnen Personen sind äußerst lebendig und glaubwürdig geschildert. Das Buch lässt einen wirklich in die Zeit eintauchen. Viele Details aus dem Leben im Frankfurt zur damaligen Zeit zeigen, dass Tina Reuter intensiv recherchiert hat für Ihren Roman. Spannend wird er durch die Verflechtung der verschiedenen Lebensläufe, die in Briefen und Tagebucheinträgen geschildert werden. Einige Personen zeigen Anklänge an bekannte „romantische“ Zeitgenossen: Carola lässt etwas an die Dichterin Karoline von Günderode denken und Anni an die ungestüme Bettine von Arnim. Sehr interessant ist auch „Jonathan“, eine Gestalt, die die Tragik der Romantik besonders widerspiegelt. Ein Roman mit viel Atmosphäre, überzeugenden Personen und sehr vielen Anregungen zum Nachdenken.


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Am 05. Dec schrieb swiftymalone über
Nebelheim von Stephan Puchner:

Von der Presse zu Recht gefeiert! Ein ganz wunderbares, phantasievolles Buch, geschrieben in einer großartigen Sprache. Spannend und intelligent zugleich, Abentheuerroman und Liebesgeschichte in einem. Habe eine Webseite des Autors mit vielen Hintergrundinformationen gefunden: www.stephanpuchner.com
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Am 09. Oct schrieb Torsten über
Rungholts Ehre von Derek Meister:

Ein gelungener Roman vor interessantem historischen Hintergrund an ungewöhnlichen Orten.   Alle Rezensionen zu diesem Buch


Am 08. Oct schrieb Torsten über
Niccolos Aufstieg von Dorothy Dunnett:

Wer auf die Romane von Rebecca Gable steht, findet hier die Mutter dieser Art von Historienromanen: Unterprivilegierter mit Mutterwitz aber als Prügelknabe oder ähnliches immer in Reichweite des Hochadels nutzt seine wenigen Chancen, wird steinreich und rächt sich dann an seinen Feinden von früher. Das hat zwar schon Alexandre Dumas in ''Der Graf von Monte Christo'' so gestrickt, aber ich finde das dennoch ok. Erst der Kommerz und dann der Nobelpreis oder wahlweise das Grab im Pantheon. Wusstet Ihr, dass Alexandre Dumas (bzw. seine Knochen) erst im Jahr 2002 in den Pantheon überführt wurden?

Dorothy Dunnetts Charaktere sind etwas glaubwürdiger als bei R. Gable. Sie sind komischerweise durchweg alle etwas verschlagen - auch die Guten - und haben so ihre Macken. Da muss man sich erst etwas dran gewöhnen, aber dann spult sich die Story ab wie am Schnürchen. Feines Stöffsche für lange Winterabende.

Der Hardcover-Preis ist sicher nur etwas für nachweisliche Fans für Historienschmöker der Sorte Rebecca Gable mit abartig vielen Fortsetzungsromanen. Aber die würden sich wirklich über das erstklassig, aufwendig und liebevoll gestaltete Druckwerk freuen. So sehr, dass sie Tränen in den Augen bekommen. Darauf wette ich! *g*

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Am 21. Aug schrieb Daywalker über
Das zweite Königreich von Rebecca Gable:

Das Buch ist sowas von genial,daß man echt Probleme hat danach ein halbwegs gleichwertiges zu finden.Selten wird einem eine historische Begebenheit in Form eines Romans so LESBAR vorgelegt.
Es ist logisch das die meisten Figuren erfunden sind,aber einige der Personen sind halt doch Menschen aus Fleisch und Blut gewesen und die Bedeutung des Normannenteppiches wird einem hier auch erklärt, (was in der Schule nicht so ganz geklappt hat,,,)alles in allem ein perfektes Buch,worum Ich die beneide,die es noch nicht gelesen haben.
Daywalker !!  Alle Rezensionen zu diesem Buch



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